Bernd Wilms

Collagen - Skulpturen - Objekte

Kontakt
bernd.wilms.art@gmx.de

Tel: 04621 306 846
Bernd Wilms - künstlerisches Arbeitsfeld
Kunst macht hungrig. 
Diese frühe, prägende Erfahrung ergab sich Mitte der 60er, ausgelöst durch ein Plakat über eine Niki de Saint Phalle-Ausstellung in Düsseldorf. Mit dem erhobenen Daumen konnte man damals noch real weite Strecken zurücklegen. So reichten die müden paar Mark für den Eintritt und eine Tüte Pommes. Erschöpft wie die finanziellen Mittel war nach diesem langen Tag auch mein Körper, aber mein Kopf war voll von neuen Eindrücken und - wie mein Magen - hungrig nach mehr. Das Sammeln von Eindrücken bei Ausstellungen jeder Größe und Art, in Museen, bei Kunstmessen und an seltsamen Orten wurde zu einer stillen Passion. 
Dann waren da noch das Leben, die Familie, der Beruf und ein Wohnort mit viel Kunst (Köln). ​​​​​​​Die Leidenschaft für die Kunst trug mich durch die Jahre und wurde mittels vieler bunter Kunstbücher noch vertieft. Eingebettet in die Norm-Aktivitäten und -Beanspruchungen gab es sogar kurze Phasen aktiver künstlerischer Tätigkeit. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Collagen (als Papierarbeit) und das Verfassen kurzer Texte und Gedichte. Diese Ansätze sind intern immer aktiv geblieben und begleiten mich bis heute. 
Ein altersbedingtes Mehr an Zeit ermöglichte ein tieferes und intensives Eintauchen in den Pool der in fünfzig Jahren angesammelten Eindrücke. In einem letzten Aufbäumen jugendlichen Leichtsinns habe ich mich dann entschlossen, meinen lange gepflegten und gehegten Standort zwischen den Stühlen zu verlassen. Mein neuer Lieblingsort ist eine kleine Nische für aktives künstlerisches Arbeiten, die aber auch einen Zugang zur Öffentlichkeit hat.
Ich fülle sie mit Leben durch ein autodidaktisch erschlossenes Crossover aus den vielen Kunstrichtungen, die mich berührt haben. In einem sich noch entwickelnden Stil entstehen - wiederum in Collagen-Art, aber jetzt aus Holzteilen - Assemblagen und Objekte (Skulpturen) in Form von Wand-, Stand-, und Bodenarbeiten. Inhaltlich geht das von konzeptionellen Arbeiten über das Ausloten von Proportionen oder der Sinnhaftigkeit von Farbe in der Skulptur bis hin zum hintersinnigen Objekt. 
In jeder Ausprägung wird aber– und das ist ein wichtiger Aspekt meiner Philosophie – nur und ausschließlich schon vorhandenes, eingesammeltes Material (Trödel u.ä.) als Basis verwendet. Dadurch werden keine neuen Ressourcen verbraucht und die Öko-Bilanz stimmt. 
Dies alles geschieht – anno 2017 - in der Ruhe und mit der Gelassenheit, die einem das Alter schenkt.

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